Beitritt zur Schweizer Eidgenossenschaft – Wallis – Einbürgerungstest
Wallis trat 1815 auf dem Wiener Kongress der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei, was über 800 Jahre Unabhängigkeit als Kirchenstaat unter der Herrschaft der Fürstbischöfe von Sitten beendete. Der W…
Wallis trat 1815 auf dem Wiener Kongress der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei, was über 800 Jahre Unabhängigkeit als Kirchenstaat unter der Herrschaft der Fürstbischöfe von Sitten beendete. Der Weg zum Beitritt umfasste die napoleonische Besatzung (1798-1813), die Annektierung durch Frankreich als Département Simplon (1810) und die Befreiung durch alliierte Streitkräfte. In dieser Übergangsphase erlebte Wallis das Ende der feudalen Herrschaft, die Konfrontation mit modernen politischen Ideen und die Frage, ob es unabhängig bleiben oder der Schweiz beitreten solle. Die Entscheidung von 1815, als Vollkanton beizutreten, wurde nicht freiwillig allein von Wallis getroffen, sondern resultierte aus der Grossmachtpolitik, die nach Napoleons Niederlage die Karte Europas neu zeichnete und damit für immer den Status des Wallis als unabhängiger Staat beendete.
Französische Revolutionsbesatzung (1798-1802)
Département Simplon & Annektion an Frankreich (1810-1813)
Wiener Kongress & Beitritt zur Schweiz (1815)
Sonderbundskrieg & katholische Identität (1847)
Modernisierung des 19. Jahrhunderts – Simplontunnel (1906)
Wallis trat 1815 auf dem Wiener Kongress der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei, was über 800 Jahre Unabhängigkeit als Fürstbistum beendete! Die Entscheidung wurde nicht allein von Wallis frei getroffen, sondern resultierte aus der Grossmachtpolitik nach Napoleons Niederlage. Von französischer Besatzung (1798) zur Annektion als Département Simplon (1810) zur Befreiung und schliesslich zum Kantonstatus 1815 wurde der Weg des Wallis in die Schweiz von europäischen Ereignissen ausserhalb seiner Kontrolle geformt. Diese einzigartige Geschichte erklärt, warum Wallis heute eine so starke, distinkte Identität innerhalb der Schweiz bewahrt!
Napoleon selbst führte 40'000 Soldaten 1800 über den Grossen St. Bernhard auf dem Weg nach Italien! Er reiste durch das Wallis nur wenige Jahre, bevor er es an Frankreich annektierte. Das berühmte Gemälde von Jacques-Louis David zeigt Napoleon auf einem sich aufbäumenden weissen Pferd, das seine Armee durch den verschneiten Pass führt - obwohl Napoleon wahrscheinlich auf einem Maultier überquerte, was für das schwierige Gelände praktischer war. Die Hospizmönche müssen geschockt gewesen sein, den französischen Kaiser mit einer so massiven Armee in ihrem abgelegenen Bergrefugium sehen zu müssen!
Wallis Beitritt zur Schweiz merken: Fürstbischöfe regierten 999-1798 (800+ Jahre unabhängig), Französische Besatzung 1798-1802, an Frankreich annektiert als Département Simplon 1810-1813, von Alliierten befreit 1813, Wiener Kongress 1815 (als Vollkanton beigetreten, Entscheidung der Grossmächte), beendete 800 Jahre Unabhängigkeit, Sonderbund 1847 (katholische Allianz, besiegt), Simplontunnel 1906 (19,8 km, erster grosser Alpen-Transittunnel, Italien-Bahnverbindung). Wallis: später Beitritt 1815, durch Ereignisse gezwungen, katholische Identität bewahrt!