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Kapitel

Schweizer Geschichte: Ursprünge & Alte Eidgenossenschaft

Von der Gründung 1291 bis zur Reformationszeit

Teil der vollständigen Einbürgerungstest-Vorbereitung von einbuergerungstests.ch.

  • 3 Lektionen
  • 35 Fragen
  • ~53 Minuten
  • Eidgenössischer Test 2025
  • Alle 26 Kantone abgedeckt
  • Deutsch · Französisch · Italienisch · Englisch
  • Erklärungen mit Quellen
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Was du lernst

Die Entstehung der Schweiz (1291)

Ein kurzer Vorgeschmack auf die erste Lektion dieses Kapitels.

Die Schweiz gilt traditionell als am 1. August 1291 gegründet, als sich drei kleine Gebiete in den Alpen zusammenschlossen, um einen Verteidigungsbund zu bilden. Dieser Bund, bekannt als 'Ewiger Bund', markierte die Geburtsstunde dessen, was später zur modernen Schweiz wurde.

Im späten 13. Jahrhundert gehörten die Alpenregionen zum Heiligen Römischen Reich. Lokale Gemeinschaften, die man Kantone nennt, standen unter wachsendem Druck mächtiger Adliger, vor allem der Familie Habsburg. Die Menschen dreier Waldkantone — Uri, Schwyz und Unterwalden (aus dem später Obwalden und Nidwalden hervorgingen) — beschlossen, ihre Freiheit und Unabhängigkeit schützen zu müssen.

Probefragen

Probefragen

Fünf Beispielfragen aus diesem Kapitel — mit Antworten, Erklärungen und offiziellen Quellen.

01Leicht

Ein Freund fragt Sie, warum die Schweiz ihren Nationalfeiertag am 1. August feiert. Was ist die beste Antwort?

  • AWeil drei Kantone an diesem Datum im Jahr 1291 einen gegenseitigen Verteidigungspakt unterzeichneten, was den Ursprung der Eidgenossenschaft markiert
  • BWeil die Schweiz an diesem Tag ihre Unabhängigkeit von Österreich in einer Schlacht erkämpfte
  • CWeil die moderne Bundesverfassung am 1. August unterzeichnet wurde
  • DWeil es den Geburtstag des ersten Schweizer Bundespräsidenten markiert
Korrekte Antwort
Weil drei Kantone an diesem Datum im Jahr 1291 einen gegenseitigen Verteidigungspakt unterzeichneten, was den Ursprung der Eidgenossenschaft markiert
Erklärung
Der 1. August erinnert an den Tag im Jahr 1291, an dem Uri, Schwyz und Unterwalden den Bundesbrief unterzeichneten und damit ein Verteidigungsbündnis schlossen, das den Grundstein der Eidgenossenschaft legte. Es gab an diesem Datum keine einzige Unabhängigkeitsschlacht, die moderne Bundesverfassung wurde 1848 angenommen, und die Schweiz kennt keinen Bundespräsidenten im herkömmlichen Sinne.

Quelle: Official

02Leicht

Welche drei Kantone unterzeichneten 1291 den Bundesbrief?

  • AUri, Schwyz und Unterwalden
  • BZürich, Bern und Luzern
  • CUri, Luzern und Bern
  • DSchwyz, Glarus und Zug
Korrekte Antwort
Uri, Schwyz und Unterwalden
Erklärung
Die drei ursprünglichen Kantone — Uri, Schwyz und Unterwalden — werden als Waldstätte bezeichnet. Sie unterzeichneten 1291 den Bundesbrief. Zürich, Bern und Luzern waren wichtige Städte, die der Eidgenossenschaft später beitraten, ebenso wie Glarus und Zug im 14. Jahrhundert.

Quelle: Official

03Mittel

Was legte der Bundesbrief von 1291 fest, das für seine Zeit ungewöhnlich war?

  • AEine Verpflichtung zur Beilegung von Streitigkeiten durch Schiedsverfahren statt durch Gewalt
  • BDas Wahlrecht für alle männlichen Bürger der drei Kantone
  • CEin gemeinsames Steuersystem zur Finanzierung eines stehenden Heeres
  • DDie Ernennung eines einzigen Führers zur Regierung aller drei Kantone
Korrekte Antwort
Eine Verpflichtung zur Beilegung von Streitigkeiten durch Schiedsverfahren statt durch Gewalt
Erklärung
Der Bundesbrief enthielt eine bemerkenswerte Bestimmung, die die Kantone verpflichtete, Streitigkeiten untereinander durch Schiedsverfahren statt durch Krieg beizulegen — eine fortschrittliche Idee für das mittelalterliche Europa, in dem bewaffnete Konflikte die übliche Methode zur Lösung von Meinungsverschiedenheiten waren. Die Urkunde begründete weder eine Demokratie noch ein Wahlsystem, keine gemeinsame Besteuerung und keinen einzigen Anführer; jeder Kanton behielt seine eigene Verwaltung.

Quelle: Official

04Mittel

Das Bündnis von 1291 war ein gegenseitiger Verteidigungspakt und kein einheitlicher Staat. Was bedeutet das in der Praxis?

  • AJeder Kanton behielt seine eigenen Gesetze und Anführer, aber sie vereinbarten, sich gegenseitig zu helfen, wenn einer angegriffen wurde
  • BDie drei Kantone fusionierten zu einem Gebiet mit gemeinsamer Regierung und gemeinsamen Gesetzen
  • CDie Kantone gaben ihre Autonomie an einen Schweizer Kaiser ab, der sie verteidigte
  • DNur das Militär war vereint; alles andere wurde vom Papst entschieden
Korrekte Antwort
Jeder Kanton behielt seine eigenen Gesetze und Anführer, aber sie vereinbarten, sich gegenseitig zu helfen, wenn einer angegriffen wurde
Erklärung
Die Urkunde von 1291 schuf eine Eidgenossenschaft — ein freiwilliges Bündnis unter unabhängigen Gemeinschaften — keinen vereinten Staat. Jeder Kanton regierte sich nach eigenen Gewohnheiten und wählte seine eigenen Anführer. Das Ziel des Bündnisses war kollektive Sicherheit: Wenn ein Kanton angegriffen wurde, kamen die anderen zu seiner Verteidigung. Dieses Prinzip der gemeinsamen Verteidigung bei Wahrung der lokalen Autonomie ist noch heute ein Kernmerkmal des Schweizer Föderalismus.

Quelle: Official

05Schwer

Wie unterschied sich das Bündnis von 1291 von einem vollständig vereinten Staat, und warum ist diese Unterscheidung für das Verständnis der heutigen Schweiz wichtig?

  • AEs war ein freiwilliges Bündnis selbstverwalteter Kantone; das erklärt, warum die Schweiz den Kantonen noch heute weitreichende Autonomie gewährt
  • BEs gab keinen wirklichen Unterschied; die Kantone fusionierten 1291 vollständig zu einem Land
  • CDas Bündnis war schwächer als ein Staat und wurde daher um 1300 sofort durch eine ordentliche Verfassung ersetzt
  • DDie Unterscheidung spielt keine Rolle, weil alle Schweizer Kantone heute identische Gesetze befolgen
Korrekte Antwort
Es war ein freiwilliges Bündnis selbstverwalteter Kantone; das erklärt, warum die Schweiz den Kantonen noch heute weitreichende Autonomie gewährt
Erklärung
Das Bündnis von 1291 war eine Eidgenossenschaft: Die Kantone blieben in ihren eigenen Angelegenheiten souverän und bündelten nur bestimmte Zuständigkeiten — vor allem die Verteidigung. Dieses Modell starker lokaler Autonomie innerhalb eines föderalen Rahmens ist noch heute zentral für die Schweiz. Die Kantone haben eigene Verfassungen, Parlamente und Gesetze. Die eidgenössische Herkunft erklärt, warum die Schweiz 26 Kantone mit unterschiedlichen Identitäten hat und keine einheitlichen Provinzen.

Quelle: Official

Alle Lektionen in diesem Kapitel

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  1. 01

    Die Entstehung der Schweiz (1291)

    15 Min.Vollzugang

  2. 02

    Wachstum der Eidgenossenschaft (1315–1513)

    20 Min.Vollzugang

  3. 03

    Wilhelm Tell und Schweizer Sagen

    18 Min.Vollzugang

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