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Kapitel

Rechte, Pflichten & Rechtssystem

Bürgerrechte, Abstimmungen, Militärdienst, Steuern, Gerichte

Teil der vollständigen Einbürgerungstest-Vorbereitung von einbuergerungstests.ch.

  • 3 Lektionen
  • 35 Fragen
  • ~64 Minuten
  • Eidgenössischer Test 2025
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  • Erklärungen mit Quellen
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Was du lernst

Rechte und Staatsbürgerschaft

Ein kurzer Vorgeschmack auf die erste Lektion dieses Kapitels.

Die Schweizer Staatsbürgerschaft bringt ein umfassendes Bündel von Rechten und Pflichten mit sich, die das Verhältnis zwischen Bürgerinnen und Bürgern und dem Staat bestimmen. Die direkte Demokratie in der Schweiz gewährt den Bürgerinnen und Bürgern mehr politische Rechte als in den meisten Ländern, verlangt gleichzeitig aber auch eine aktive staatsbürgerliche Beteiligung. Das Verständnis der Grundrechte, der Möglichkeiten politischer Mitwirkung und der staatsbürgerlichen Pflichten ist wesentlich, um zu verstehen, wie die Schweizer Demokratie funktioniert und was es bedeutet, Schweizer Bürgerin oder Schweizer Bürger zu sein.

Probefragen

Probefragen

Fünf Beispielfragen aus diesem Kapitel — mit Antworten, Erklärungen und offiziellen Quellen.

01Leicht

In der Schweiz ist das Zahlen von Steuern:

  • Aeine Pflicht für alle Einwohner
  • Bfreiwillig für Personen mit tiefem Einkommen
  • Coptional für Pensionierte
  • Deine Wahl nur für Schweizer Bürger
Korrekte Antwort
eine Pflicht für alle Einwohner
Erklärung
Das Zahlen von Steuern ist in der Schweiz eine rechtliche Pflicht für alle Einwohner, unabhängig vom Bürgerrecht, vom Einkommen oder vom Alter (sofern Sie ein Einkommen haben). Steuern finanzieren öffentliche Dienstleistungen wie Infrastruktur, Bildung, Gesundheitswesen und Sicherheit. Die Nichtzahlung von Steuern kann zu Bussen, Betreibungsverfahren und strafrechtlichen Konsequenzen führen. Die Steuerpflicht basiert auf Wohnsitz und Welteinkommen, nicht nur auf dem Schweizer Bürgerrecht.

Quelle: Actual Swiss naturalization exam question

02Leicht

Ihr Freund fragt: 'Wer darf bei Bundeswahlen in der Schweiz wählen?' Was ist die richtige Antwort?

  • ASchweizer Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren
  • BJede Person mit einer Aufenthaltsbewilligung ab 18 Jahren
  • CSchweizer Bürger und Ausländer, die seit 10 Jahren in der Schweiz leben
  • DAlle Einwohner ab 16 Jahren
Korrekte Antwort
Schweizer Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren
Erklärung
Nur Schweizer Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren dürfen an Bundeswahlen und -abstimmungen teilnehmen. Ausländische Wohnbevölkerung kann unabhängig von der Dauer ihres Aufenthalts in der Schweiz auf Bundesebene nicht wählen. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zwischen Bürgern und Ausländern. Einige Kantone und Gemeinden erlauben jedoch ausländischen Einwohnern unter bestimmten Bedingungen, an kantonalen und kommunalen Wahlen teilzunehmen.

Quelle: Federal Constitution Article 136

03Mittel

Wann erhielten Frauen auf Bundesebene das Stimmrecht, und warum ist dies bedeutend?

  • A1971; dies zeigt, dass die direkte Demokratie der Schweiz erfordert, dass Männer über das Frauenstimmrecht abstimmen
  • B1848; Frauen wurden von Beginn des modernen schweizerischen Staatswesens einbezogen
  • C1990; dies machte die Schweiz zum ersten Land mit Frauenstimmrecht
  • D1920; die Schweiz führte das Frauenstimmrecht direkt nach dem Ersten Weltkrieg ein
Korrekte Antwort
1971; dies zeigt, dass die direkte Demokratie der Schweiz erfordert, dass Männer über das Frauenstimmrecht abstimmen
Erklärung
Frauen erhielten 1971 das Stimmrecht auf Bundesebene, womit die Schweiz zu den letzten westeuropäischen Demokratien gehörte, die das Frauenstimmrecht einführten. Dieses späte Datum hängt direkt mit dem System der direkten Demokratie zusammen—nur Männer durften wählen, und die Männer mussten darüber abstimmen, ob Frauen wählen dürfen. Einige Kantone führten das Frauenstimmrecht früher ein; der letzte Kanton (Appenzell Innerrhoden) wurde 1990 vom Bundesgericht dazu gezwungen.

Quelle: Swiss political history

04Mittel

Eine Kollegin aus Portugal fragt: 'Ich lebe seit 15 Jahren in der Schweiz. Kann ich meine portugiesische Staatsbürgerschaft behalten, wenn ich Schweizerin werde?' Was antworten Sie?

  • AJa, die Schweiz erlaubt seit 1992 die doppelte Staatsbürgerschaft
  • BNein, Sie müssen Ihre portugiesische Staatsbürgerschaft aufgeben, um Schweizerin zu werden
  • CNur wenn Portugal die doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt; die Schweiz tut dies nicht
  • DJa, aber nur für EU-Bürger, nicht für Nicht-EU-Bürger
Korrekte Antwort
Ja, die Schweiz erlaubt seit 1992 die doppelte Staatsbürgerschaft
Erklärung
Die Schweiz erlaubt seit 1992 die doppelte Staatsbürgerschaft ohne Einschränkungen, nachdem das Stimmvolk dafür gestimmt hatte. Vor 1992 verloren Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die eine andere Staatsbürgerschaft erwarben, in der Regel ihr Schweizer Bürgerrecht, und Ausländer, die Schweizer werden wollten, mussten oft ihre ursprüngliche Staatsbürgerschaft aufgeben. Heute ist beides möglich. Rund 20% der Schweizer Bürgerinnen und Bürger haben mehrere Staatsbürgerschaften. Diese Änderung kommt insbesondere der grossen ausländischen Wohnbevölkerung (etwa 25% der Einwohner) zugute.

Quelle: Federal Constitution Article 37

05Schwer

Ihre Nachbarin fragt: 'Ich habe gehört, dass Mann und Frau in der Schweiz verfassungsmässig gleich sind. Heisst das, dass sie in der Praxis die gleichen Rechte haben?' Wie antworten Sie?

  • ADie Verfassung garantiert Gleichheit, aber die volle Gleichstellung in der Praxis wird noch angestrebt
  • BMänner und Frauen haben seit 1848 in allen Bereichen exakt die gleichen Rechte
  • CFrauen haben in einigen Kantonen noch immer kein Stimmrecht
  • DGleichheit ist nur in der Arbeitswelt garantiert, nicht in anderen Lebensbereichen
Korrekte Antwort
Die Verfassung garantiert Gleichheit, aber die volle Gleichstellung in der Praxis wird noch angestrebt
Erklärung
Die Bundesverfassung (Artikel 8) schreibt ausdrücklich die Gleichberechtigung von Frau und Mann vor, und Gesetze und Verordnungen müssen die Gleichstellung in der Praxis sicherstellen. Trotz dieser verfassungsmässigen Garantie und des Frauenstimmrechts auf Bundesebene seit 1971 gibt es noch Lücken. Frauen sind im Parlament unterrepräsentiert (etwa 30% gegenüber 50% der Bevölkerung), verdienen im Durchschnitt weniger als Männer (Gender Pay Gap von etwa 10% für gleiche Arbeit) und leisten mehr unbezahlte Hausarbeit. Die Verfassungsbestimmung ist die rechtliche Grundlage für continued Anstrengungen zur vollen Gleichstellung.

Quelle: Federal Constitution Article 8

Alle Lektionen in diesem Kapitel

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  1. 01

    Rechte und Staatsbürgerschaft

    22 Min.Vollzugang

  2. 02

    Militärdienst und Zivilschutz

    20 Min.Vollzugang

  3. 03

    Rechtssystem und Gerichte

    22 Min.Vollzugang

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