Drei Wege, dasselbe zu prüfen: So testen die Kantone das Wissen 2026
Das Bundesrecht verlangt von allen Gesuchstellenden dasselbe: C-Bewilligung, zehn Jahre in der Schweiz, Beachtung der Rechtsordnung, eine Landessprache auf B1 mündlich und A2 schriftlich, Teilnahme am Wirtschaftsleben und Vertrautheit mit den schweizerischen Lebensverhältnissen. Wie diese Vertrautheit geprüft wird, überlässt es den Kantonen, und viele Kantone reichen die Frage an ihre Gemeinden weiter. Zwischen dem 4. und 6. September 2026 haben wir Bürgerrechtsgesetz, Verordnung, Gebührentarif und die offiziellen Seiten aller 26 Kantone gelesen und jede Kantonsseite daraus neu geschrieben. Dieser Leitfaden vergleicht, was diese Quellen sagen.
Drei Muster decken das Land ab. Zwölf Kantone stellen dir eine formelle kantonale Prüfung voran, meist bevor du überhaupt einreichen darfst: Aargau, Bern, Zürich, Genf und Waadt mit einem schriftlichen Test, Obwalden, Uri und Appenzell Ausserrhoden mit einer kantonalen Staatskundeprüfung, Tessin und Solothurn mit einem obligatorischen Kurs, der mit einer Prüfung endet, Glarus mit einer mündlichen Prüfung und Neuenburg mit 16 mündlichen Fragen aus einem publizierten Katalog. Sieben Kantone überlassen die Prüfung der Gemeinde oder der Bürgergemeinde, die einen Test oder ein Gespräch durchführen kann: St. Gallen, Thurgau, Schwyz, Graubünden, Wallis, Schaffhausen und Zug. Sieben Kantone kennen gar keinen Test und stützen sich auf Gespräche: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Luzern, Freiburg, Appenzell Innerrhoden, Nidwalden und Jura, wo im Gespräch ein Fragebogen beantwortet wird.
Die frühere Fassung dieses Leitfadens führte fünfzehn Kantone unter schriftlichen Computertests und zählte Luzern, Basel-Landschaft, Nidwalden und Jura dazu. Keiner von ihnen hat einen schriftlichen Test, und der Berner Test ist nicht derjenige des Aargaus. Das korrigierte Bild unten folgt den Quellen, die auf jeder Kantonsseite verlinkt sind; die Kantonsübersicht führt zu allen 26.
Kantone mit einer formellen kantonalen Prüfung: Aargau, Bern, Zürich, Genf, Waadt, Obwalden, Uri, Appenzell Ausserrhoden, Tessin, Solothurn, Glarus, Neuenburg
Diese zwölf Kantone sagen dir im Voraus, was geprüft wird, und die meisten machen die Prüfung zur Bedingung für die Einreichung.
- Aargau: der Staatsbürgerliche Test, 45 Fragen mit je vier Antworten, 40 Minuten, bestanden ab 34 richtigen Antworten, ab 16 Jahren, CHF 50 pro Teilnahme, nach zwei Monaten wiederholbar; das Zertifikat darf bei der Einreichung höchstens sechs Monate alt sein. Eine Befreiung gibt es nur bei einer Beeinträchtigung, nicht für die Schule in der Schweiz.
- Bern: ein schriftlicher Test von 90 Minuten, bestanden ab 60 Prozent, vor der Einreichung bei der von der Gemeinde beauftragten Stelle, mindestens dreimal jährlich angeboten und beliebig oft wiederholbar; die Stadt Bern stellt 48 Fragen. Befreit: Kinder unter 16, fünf Jahre obligatorische Schule nach schweizerischem Lehrplan, ein Abschluss der Sekundarstufe II oder der Tertiärstufe in der Schweiz. Der Kanton gibt den Gemeinden CHF 260 bis 390 vor; Biel verlangt 300.
- Zürich: der Grundkenntnistest, 50 Fragen aus einem Katalog von 350, digital vor Ort, 35 zum Bund, 10 zum Kanton und 5 zur Gemeinde, bestanden ab 30 richtigen Antworten. Befreit: fünf Jahre obligatorische Schule in der Schweiz, davon drei auf der Sekundarstufe I, ein Abschluss der Sekundarstufe II in der Schweiz, ein laufender Schulbesuch, Kinder unter 12.
- Genf: ein schriftlicher Test des OCPM zu Geografie, Geschichte, Politik und Gesellschaft der Schweiz und Genfs, vor dem Gesuch; der Kanton publiziert weder Fragenzahl noch Bestehensgrenze. Befreit, wenn nichts auf mangelnde Integration hindeutet und du in Genf geboren bist und seither dort lebst oder unter 25 bist und fünf Jahre Schule, eine Sekundarstufe II oder ein Studium in Genf absolviert hast; 12- bis 25-Jährige ohne Befreiung legen einen vereinfachten mündlichen Test ab.
- Waadt: der schriftliche Multiple-Choice-Test der Gemeinde zu Geografie, Geschichte, Politik und Gesellschaft, zu gleichen Teilen zu Schweiz, Kanton und Gemeinde, 48 Zufallsfragen in einer Stunde aus der kantonalen Liste mit 160 Fragen und einer kommunalen Liste, bestanden ab 70 Prozent, höchstens drei Versuche. Befreit: in der Schweiz geboren und ohne Unterbruch hier gelebt, fünf Jahre obligatorische Schule, ein Abschluss der Sekundarstufe II oder unter 12 beim Gesuch.
- Obwalden: die schriftliche Prüfung der staatsbürgerlichen Grundkenntnisse am BWZ vor der Einreichung, sechs Blöcke, überwiegend Multiple Choice, rund 90 Minuten, Mindestpunktzahl in jedem Block, CHF 60, Ausweis zwei Jahre gültig; Kinder von 12 bis 15 schreiben eine leichtere Prüfung von 60 Minuten. Zuerst ist die Informationsveranstaltung des Kantons Pflicht.
- Uri: der Staatskundetest des bwz uri im Auftrag der Justizdirektion, zwei Mal pro Jahr, ein Abend mit zwei Lektionen, in Hochdeutsch, CHF 180, bei attestiertem Analphabetismus mündlich. Befreit nach fünf Jahren Schule in der Schweiz, unter 16 oder wenn die Kenntnisse offenkundig sind.
- Appenzell Ausserrhoden: der kantonale Staatskundetest in Trogen vor der Einreichung, Anmeldung nach dem Erstgespräch; Termine 2026: 21. September, 26. Oktober, 30. November. Format, Fragenzahl, Bestehensgrenze und Gebühr sind nicht publiziert.
- Tessin: der obligatorische Staatsbürgerschaftskurs des IFC mit Test zu Geografie, Geschichte, Politik und Gesellschaft der Schweiz und des Tessins, Ergebnis genügend oder ungenügend, Wiederholung frühestens nach sechs Monaten. Fünf Jahre Schule im Tessin befreien von Kurs und Test; ein Abschluss der Sekundarstufe II oder Tertiärstufe aus dem Tessin nur vom Kurs.
- Solothurn: der obligatorische Neubürgerkurs für alle ab 18, mindestens 12 Stunden und in der Praxis 20 Lektionen, CHF 400, mit einer schriftlichen Prüfung in zwei Teilen von zusammen 1,5 Stunden, bestanden mit der Note 4,0; eine Wiederholung ohne neuen Kurs. Lehre, Matura oder Kantonsschule in der Schweiz erlauben eine Dispensation.
- Glarus: die mündliche Einbürgerungsprüfung der KBS Glarus im Auftrag des Kantons, vor der Einreichung und nach dem obligatorischen Infoabend, zu Geschichte, Geografie, Kultur, Staatskunde, politischen Rechten und Sozialversicherungen der Schweiz, des Kantons und deiner Gemeinde; die Bestätigung gilt vier Jahre, und nur mit ihr tritt die Gemeinde auf dein Gesuch ein. Danach folgt das Gespräch der Gemeinde, in Glarus Süd rund eine Stunde.
- Neuenburg: 16 mündliche Fragen beim Gespräch mit dem COSM, je vier zu Geografie, Geschichte, Politik und Gesellschaft, mindestens eine pro Thema zum Kanton, bestanden mit 10 richtigen Antworten; der vollständige Katalog ist publiziert (Ausgabe Juni 2026). Befreit: fünf Jahre obligatorische Schule in der Schweiz, ein Abschluss der Sekundarstufe II in der Schweiz oder der Kurs Vivre en Suisse et à Neuchâtel.
Wenn du in einem dieser Kantone wohnst, ist die Prüfung der berechenbarste Teil des ganzen Verfahrens: Das Format ist bekannt, und in Zürich, Waadt, Neuenburg und Wallis ist der Fragenkatalog öffentlich.
Testen Sie Ihr Wissen
5 kostenlose Fragen probierenKantone, in denen die Gemeinde entscheidet: St. Gallen, Thurgau, Schwyz, Graubünden, Wallis, Schaffhausen, Zug
In diesen sieben Kantonen nennt das Gesetz das zu prüfende Wissen, überlässt die Methode aber der Gemeinde, der Bürgergemeinde oder einer kantonalen Stelle, sodass sich zwei Nachbargemeinden unterscheiden können.
- St. Gallen: Der Einbürgerungsrat jeder Gemeinde legt fest, wie geprüft wird; die meisten Gemeinden verlangen den schriftlichen Staatskundetest der Arge Integration Ostschweiz, rund eine Stunde, CHF 120, in St. Gallen, Goldach, Rapperswil-Jona, Uznach und Wil. In der Stadt ist er ab 15 Pflicht, die Bescheinigung darf höchstens zwei Jahre alt sein, andere Anbieter werden nicht akzeptiert; seit dem 4. September 2026 sind Minderjährige mit drei Jahren Oberstufe in der Schweiz befreit.
- Thurgau: Die Gemeindebehörde prüft durch Test oder Gespräch, wenn die Kenntnisse nicht offenkundig sind. Kreuzlingen führt ab 15 einen schriftlichen Test in vier Bereichen durch, einmal innert sechs Monaten wiederholbar; Amriswil stellt 30 Fragen in 15 Minuten und verlangt 40 von 50 Punkten, eine Wiederholung nach drei Monaten; Weinfelden prüft schriftlich, befreit aber nach sechs Jahren Volksschule in der Schweiz; in Frauenfeld und Arbon prüft die Einbürgerungskommission die Grundkenntnisse.
- Schwyz: Die Einbürgerungsbehörde beurteilt die Grundkenntnisse in Geschichte, Geografie, Demokratie, Föderalismus, politischen Rechten, sozialer Sicherheit und Bildung in der persönlichen Anhörung oder schickt dich an die Prüfung am BBZ Pfäffikon: 75 Minuten, 35 bis 41 offene und Multiple-Choice-Fragen zur Schweiz und zum Kanton, nach dem Heft ECHO und dem Dossier zum Kanton.
- Graubünden: Die Bürgergemeinde muss ein protokolliertes Einbürgerungsgespräch führen und darf einen schriftlichen Test anfügen, für den sie Vorbereitung mit Hilfsmitteln oder Kursen ermöglichen muss und der mit B1/A2 zu bestehen sein muss; Chur führt Vorbereitungskurse und einen eigenen Test durch, danach das Gespräch.
- Wallis: Die Gemeinde prüft deine Vertrautheit mit der Schweiz, dem Wallis und der Gemeinde in einer Anhörung von 15 bis 30 Minuten, nach ihrem Ermessen mit einem schriftlichen Test davor (Brig-Glis und Visp); ein Drittel der Fragen soll lokal sein, Noten gibt es nicht, aber die Gesamtbeurteilung muss positiv sein. Danach hört dich die Unterkommission der Justizkommission des Grossen Rates 10 bis 15 Minuten an. Der Kanton publiziert seinen Fragebogen Valais mit rund 140 möglichen Fragen samt Antworten.
- Schaffhausen: kein kantonaler Test. Die Stadt führt ein Vorstellungsgespräch unter der Leitung eines Stadtratsmitglieds mit der Fachspezialistin der Stadtkanzlei und zwei Delegierten des Grossen Stadtrats, zu Deutsch und Grundkenntnissen über Schweiz, Kanton und Stadt, nach der Broschüre und dem Staatskundeschema der Stadt; Neuhausen am Rheinfall prüft mündlich im ordentlichen und schriftlich im vereinfachten Verfahren, nach freiwilligen Vorbereitungskursen.
- Zug: kein schriftlicher kantonaler Test. Wer die obligatorische Schule oder die Ausbildung nicht in der Schweiz nach schweizerischem Lehrplan absolviert hat, wird nach der Zusicherung der Gemeinde zum staatsbürgerlichen Gespräch beim Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst eingeladen, zu Geschichte, Staatskunde, Rechten und Pflichten, vorbereitet mit dem kantonalen Kurs in drei Teilen. Davor prüft der Bürgerrat deine Eignung im Gespräch; Oberägeri stellt mündlich Testfragen zur Schweiz und zum Ägerital und protokolliert die Antworten.
Hier hängt die richtige Vorbereitung von der Praxis deiner Gemeinde ab; frag also zuerst die Gemeinde, welche Form sie anwendet und ob sie einen Kurs oder einen Fragenkatalog nennt.
Kantone ohne Test: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Luzern, Freiburg, Appenzell Innerrhoden, Nidwalden, Jura
Sieben Kantone prüfen die Vertrautheit mit dem Leben in der Schweiz nur im Gespräch. Leichter sind sie deshalb nicht: Die Gespräche decken dieselbe Staatskunde ab, und mehrere dieser Kantone verlangen mehr Wohnsitz, mehr Sprache oder höhere Gebühren als die Testkantone.
- Basel-Stadt: Die Bürgergemeinde prüft Grundkenntnisse über Bund, Kanton und Gemeinde im Einbürgerungsgespräch; wer die obligatorische Schule vollständig in der Schweiz und die ganze Sekundarstufe I in Basel-Stadt besucht hat, gilt als vertraut.
- Basel-Landschaft: Der Bürgerrat oder Gemeinderat prüft Sprache, Integration und Grundkenntnisse im Integrationsgespräch und meldet der Sicherheitsdirektion innert sechs Wochen seine Stellungnahme; in Liestal hat das Gespräch mit der Einbürgerungskommission ausdrücklich Testcharakter, in Allschwil fragt der Bürgerrat nach Staatskunde, Geografie, Demokratieverständnis, Rechten und Pflichten, Geschichte, Neutralität, Sitten und Gebräuchen. Auch die Sicherheitsdirektion führt ein Gespräch.
- Luzern: kein kantonaler Test; jede Gemeinde bestimmt, wie sie prüft, die Stadt Luzern im Gespräch mit ihrer Kommission.
- Freiburg: Angemessene Kenntnisse des öffentlichen und politischen Lebens werden in Gesprächen geprüft, mit dem SENa im Ermittlungsbericht, mit der Einbürgerungskommission der Gemeinde und in der ersten Generation mit der Einbürgerungskommission des Grossen Rats; beide Kommissionen dürfen auf die Anhörung verzichten, wenn das Dossier eine vollständig gelungene Integration zeigt.
- Appenzell Innerrhoden: Die Kommission für Recht und Sicherheit des Grossen Rates prüft die Voraussetzungen und hört dich an; im Bezirk Oberegg tut das eine Delegation des Bezirksrats in Anwesenheit einer Delegation dieser Kommission. Die Handreichung des Kantons markiert gelb, was sie als unverzichtbar für ein erfolgreiches Einbürgerungsgespräch bezeichnet.
- Nidwalden: zwei Gespräche, das Abklärungsgespräch der Kriminalpolizei für den Erhebungsbericht und das Einbürgerungsgespräch der Gemeinde zur Vertrautheit mit den schweizerischen, kantonalen und kommunalen Lebensverhältnissen, Sitten und Gebräuchen samt Grundkenntnissen in Geografie und Geschichte; die Gemeinde stützt sich zudem auf Lebenslauf, Arbeitgeberauskünfte und Referenzen.
- Jura: Der Service de la population führt ein Gespräch, in dem du einen Fragebogen zur Schweiz und zum Jura in vier Themen beantwortest, Geografie, Geschichte, Staatskunde und Allgemeinwissen; der Kanton publiziert weder Fragenzahl noch Bestehensgrenze und hat bei AvenirFormation einen Vorbereitungskurs mit 18 Lektionen für CHF 250 bestellt.
Für diese Kantone ist die Vorbereitung dieselbe wie für eine mündliche Prüfung: die Institutionen von Bund, Kanton und Gemeinde, die wichtigsten Daten der Kantonsgeschichte und die praktische Seite des Lebens in der Schweiz kennen und sie in der Ortssprache sagen können.
Alle 26 Kantone auf einen Blick: Prüfung, Wohnsitz, Sprache, kantonale Gebühr, publizierte Dauer
Eine Zeile pro Kanton nach den zwischen dem 4. und 6. September 2026 gelesenen Quellen. Wohnsitz ist, was Kanton und Gemeinde zusätzlich zu den zehn Bundesjahren verlangen; das Sprachniveau steht als mündlich/schriftlich; die Gebühr ist die kantonale für eine erwachsene Einzelperson, wenn nichts anderes steht, Gemeinde und die CHF 100 des Bundes kommen dazu; die Dauer ist, was der Kanton oder seine grösste Gemeinde publiziert.
- Aargau: schriftlicher Test, 45 Fragen, 40 Minuten, 34 richtig; 5 Jahre im Kanton, 3 in der Gemeinde; Deutsch B1/A2; Kanton CHF 750, Gemeinde 1500; rund 12 Monate auf Kantonsebene.
- Appenzell Innerrhoden: Anhörung durch die Kommission des Grossen Rates; 5 Jahre im Kanton, 2 unmittelbar davor; Deutsch B1/A2; CHF 1000 ab 20 Jahren; rund eineinhalb Jahre.
- Appenzell Ausserrhoden: kantonaler Staatskundetest in Trogen; 3 Jahre in derselben Gemeinde; Deutsch B1 mündlich und schriftlich; CHF 1000, Ehepaare 1500; rund eineinhalb Jahre.
- Bern: schriftlicher Test, 90 Minuten, 60 Prozent; 2 Jahre im Kanton und 2 in der Gemeinde; Deutsch oder Französisch B1/A2; Kanton CHF 1150, Ehepaare 1725, dazu der Test; Gemeinde und Kanton entscheiden in der Regel je innert 12 Monaten.
- Basel-Landschaft: Integrationsgespräch; 5 Jahre im Kanton, 2 bis 5 in der Gemeinde; Deutsch B1 in allen vier Fertigkeiten; Kanton bis 2000, in der Praxis 1550, Bürgergemeinde bis 2000; eineinhalb bis zwei Jahre.
- Basel-Stadt: Gespräch; 2 Jahre in der Gemeinde; Deutsch B1/A2; Kanton seit 1. Juli 2026 nichts, Stadt Basel 800, Riehen 1700, Bettingen 1400, unter 25 gratis; eineinhalb bis zwei Jahre.
- Freiburg: drei Gespräche; 3 Jahre im Kanton, davon 2 in den letzten 5, Gemeinde bis 3; Französisch oder Deutsch B1/A2; Kanton 800 bis 1500; 24 bis 36 Monate.
- Genf: schriftlicher OCPM-Test; 2 Jahre im Kanton, die letzten 12 Monate unmittelbar davor; Französisch B1/A2; 850 unter 25, 1250 ab 25, Paare 1360 oder 2000; derzeit 20 bis 24 Monate.
- Glarus: mündliche KBS-Prüfung plus Gemeindegespräch; 5 Jahre im Kanton, die letzten 3 in der Gemeinde; Deutsch B1/A2; Kanton bis 1000, ausnahmsweise bis 1500; eineinhalb bis zwei Jahre in Glarus Süd.
- Graubünden: Gespräch der Bürgergemeinde, freiwilliger schriftlicher Test; 5 Jahre in der Gemeinde, 2 unmittelbar davor; Deutsch, Romanisch oder Italienisch B1/A2; Kanton 100 bis 1300, Paare 150 bis 1600; 6 plus 6 Monate bei der Bürgergemeinde, keine Gesamtdauer.
- Jura: Gespräch mit Fragebogen; die letzten 2 Jahre in derselben Gemeinde; Französisch B1/A2; Kanton 200 unter 25, 500 bis 1000 pro Dossier ab 25; keine Dauer publiziert.
- Luzern: Gemeindegespräch; 3 Jahre in der Gemeinde innerhalb der letzten 5, 1 unmittelbar davor; Deutsch B1/A2; Kanton 350, Stadt Luzern 500; rund eineinhalb Jahre in der Stadt.
- Neuenburg: 16 mündliche Fragen, 10 richtig; 2 Jahre im Kanton; Französisch B1/A2; pro Dossier 650 minderjährig, 1500 erwachsen, 1900 Paar, Gemeinde 150 bis 200; Gemeinde entscheidet innert 3 Monaten, keine Gesamtdauer.
- Nidwalden: zwei Gespräche; 5 Jahre in Kanton und Gemeinde; Deutsch B2/B1; Kanton 1000 bis 1500, Ehepaare 1300 bis 1800; der Kanton spricht von mehreren Jahren.
- Obwalden: schriftliche BWZ-Prüfung; 5 Jahre in Kanton und Gemeinde; Deutsch B1/A2; Kanton 1000, Ehepaare 1600, 300 pro Kind; keine Gesamtdauer publiziert.
- St. Gallen: Arge-Staatskundetest in den meisten Gemeinden; 5 Jahre in Kanton und Gemeinde; Deutsch B1 mündlich und schriftlich; Kanton 100 bis 2000, Stadt 700, Gemeinde 100 bis 1800, Stadt 1400 ab 25; eineinhalb bis zwei Jahre in der Stadt.
- Schaffhausen: Gespräch der Stadt, Prüfung in Neuhausen; 2 Jahre in der Gemeinde; Deutsch B1/A2; Kanton 850 plus Gemeinde 1150, fix 2000 pro Gesuch; rund zwei Jahre.
- Solothurn: obligatorischer Kurs mit Prüfung; 4 Jahre im Kanton, 2 unmittelbar davor, 2 in der Gemeinde; Deutsch B2/A2 seit 2026; Kanton 200 bis 3000, in der Praxis 1500 bis 2500, Bürgergemeinde 500 bis 3000, Kurs 400; 2 bis 2,5 Jahre.
- Schwyz: Anhörung oder BBZ-Prüfung; 5 Jahre in der Gemeinde; Deutsch B2/B1; Kanton 100 bis 500, Familien 100 bis 1000; 1 bis 2 Jahre laut Kanton, 2 bis 3 laut Gemeinden.
- Thurgau: Test oder Gespräch der Gemeinde; 5 Jahre im Kanton, die letzten 3 in der Gemeinde; Deutsch B2/B1; Kanton 800 pro Erwachsene; rund 2,5 Jahre.
- Tessin: obligatorischer IFC-Kurs mit Test; 5 Jahre im Kanton, 3 in der Gemeinde; Italienisch B1/A2; Kanton 800 pro Gesuch; keine Gesamtdauer publiziert.
- Uri: Staatskundetest des bwz uri; 5 Jahre in Kanton und Gemeinde; Deutsch B1/A2; Kanton 500 bis 1500, in der Praxis 1000, Gemeinden gleich; keine Gesamtdauer publiziert.
- Waadt: schriftlicher Gemeindetest, 48 Fragen, 70 Prozent; 2 Jahre im Kanton, 1 unmittelbar davor; Französisch B1/A2; Kanton 450, Familien 550, Gemeinde 100 bis 400; höchstens 18 Monate bis zum Gemeindeentscheid.
- Wallis: Anhörung, freiwilliger Test, Unterkommission des Grossen Rates; 5 Jahre im Kanton, 3 in der Gemeinde; Französisch oder Deutsch B1/A2; Kanton 600, Familien 1000, plus 55; 2 bis 3 Jahre in Sitten.
- Zug: staatsbürgerliches Gespräch und Gespräch mit dem Bürgerrat; 5 Jahre im Kanton, die letzten 3 in der Gemeinde; Deutsch B2/B1 seit 2025; Bürgergemeinde Zug 2000, Ehepaare 2400, Kanton auf Anfrage; rund zwei Jahre.
- Zürich: Grundkenntnistest, 50 Fragen, 30 richtig; 2 Jahre in der Gemeinde, unter 25 im Kanton; Deutsch B1/A2; Kanton 500, unter 25 die Hälfte, Gemeinde 200 bis 2400, Stadt 1200; rund zwei Jahre.
Die Zahlen gelten mit Stand 6. September 2026, und jede Kantonsseite verlinkt Gesetz, Verordnung, Tarif und Seiten, aus denen sie stammen.
Überall üben
iOS App herunterladenWas einen Kanton anspruchsvoll macht, und wie du dich auf deinen vorbereitest
Die alte Rangliste leichter und schwerer Kantone beruhte auf einem Testformat, das die meisten Kantone gar nicht verwenden. Vier Dinge setzen die Latte tatsächlich, und sie decken sich nicht mit der Testkarte.
Sprache über dem Bundesminimum. Nidwalden, Schwyz, Thurgau und Zug verlangen Deutsch auf B2 mündlich und B1 schriftlich, Solothurn seit 2026 B2 mündlich, und St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Basel-Landschaft B1 schriftlich statt A2. Alle anderen Kantone bleiben bei B1/A2, und die meisten akzeptieren den fide-Sprachenpass.
Jahre vor der Tür. Zürich, Bern, Basel-Stadt, Schaffhausen, Jura, Neuenburg, Genf und Waadt verlangen zwei Jahre im Kanton oder in der Gemeinde; Nidwalden, Obwalden, Uri und St. Gallen fünf ununterbrochene Jahre in Kanton und Gemeinde, Schwyz fünf in der Gemeinde. Ein Umzug während des Verfahrens beendet es in Appenzell Ausserrhoden, in Obwalden, wenn die Abklärungen noch nicht abgeschlossen sind.
Was es kostet. Basel-Stadt verlangt seit dem 1. Juli 2026 auf Kantonsebene nichts und die Stadt CHF 800; der Jura CHF 200 unter 25 und 500 bis 1000 pro Dossier; Zürich CHF 500. Am anderen Ende fixiert Schaffhausen CHF 2000 pro Gesuch, die Bürgergemeinde Zug nimmt 2000 bis 2400, und in Grenchen SO erreichen die Gesamtkosten 3000 bis 5500. Dazu der Kurs, wo er Pflicht ist: Solothurn CHF 400, Jura 250, Uri 180 für den Test, Aargau 50.
Was publiziert ist. Neuenburg druckt seinen ganzen 16-Fragen-Katalog, Waadt seine Liste mit 160 Fragen, das Wallis 140 Fragen mit Antworten, Zürich zieht aus einem Katalog von 350, Aargau und Bern publizieren Format und Bestehensgrenze. Genf, Appenzell Ausserrhoden und Jura publizieren über ihren Test nichts ausser den Themen.
Bereite dich auf die Form vor, die dein Kanton verwendet. Für einen schriftlichen Test übst du Fragen auf Zeit auf den drei Ebenen Bund, Kanton und Gemeinde, bis die Zahlen sitzen: Parlamentssitze, Regierungsmitglieder, Bezirke, Gemeinden, das Beitrittsjahr des Kantons. Für ein Gespräch oder eine Anhörung übst du, dieselben Fakten laut in der Ortssprache zu sagen, und fügst deine eigene Geschichte hinzu, wie du in der Gemeinde lebst und arbeitest. In einem Kurskanton meldest du dich früh an: Die Solothurner Kurse waren bis Ende 2025 ausgebucht, und der Urner Test vom 10. November 2026 war am 6. September ausgebucht.
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