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Einbürgerungstest Solothurn: Neubürgerkurs mit Prüfung, Sprachnachweis B2/A2 und Bürgergemeinde

Im Kanton Solothurn gibt es keinen Einbürgerungstest im üblichen Sinn, sondern eine Pflicht, die es sonst nirgends gibt: Wer sich einbürgern lassen will, besucht einen Neubürgerkurs von 20 Lektionen an einem der beiden Erwachsenenbildungszentren und schliesst ihn mit einer schriftlichen Prüfung ab, bevor das Gesuch überhaupt eingereicht werden kann. Dazu kommen das Gespräch beim Oberamt, das Gespräch mit der Einbürgerungskommission und die Zusicherung durch die Bürgergemeinde.

  • 7 Lektionen
  • 49 Fragen

Diese Seite fasst zusammen, was das Bürgerrechtsgesetz, die seit 1. Januar 2026 geänderte Verordnung, das Amt für Gemeinden und die Bürgergemeinden Solothurn und Grenchen offiziell verlangen: zehn Jahre in der Schweiz, vier im Kanton und zwei in der Gemeinde, Deutsch B2 mündlich und A2 schriftlich, keine Sozialhilfe in den letzten drei Jahren, dazu Gebühren, Dauer und die Verfahrensschritte bis zum Beschluss des Regierungsrats. Jede Angabe ist mit der Quelle verlinkt; wir haben sie am 5. September 2026 geprüft.

Die Voraussetzungen im Kanton Solothurn auf einen Blick

Aufenthalt in der Schweiz
10 Jahre insgesamt, davon 3 in den letzten 5 Jahren vor dem Gesuch. Die Jahre zwischen dem vollendeten 8. und 18. Lebensjahr zählen doppelt, tatsächlich müssen es mindestens 6 sein. Aufenthalte mit Ausweis N, L und S zählen nicht, die vorläufige Aufnahme F zur Hälfte. Beide Ehegatten müssen die Wohnsitzfristen selbst erfüllen; nur für eingetragene Partnerinnen und Partner von Schweizerinnen und Schweizern gelten verkürzte Fristen.[2][7][15]
Bewilligung
Niederlassungsbewilligung C bei der Anmeldung und beim Gesuch.[2][7][11]
Wohnsitz im Kanton und in der Gemeinde
Mindestens 4 Jahre Niederlassung (Hauptwohnsitz) im Kanton Solothurn, davon 2 Jahre unmittelbar vor dem Gesuch; die Jahre zwischen 8 und 18 im Kanton zählen doppelt. Dazu 2 Jahre Niederlassung in der Gemeinde. Wer sich im Ausland abmeldet oder mehr als sechs Monate tatsächlich im Ausland lebt, gibt die Niederlassung auf; bis zu ein Jahr im Auftrag des Arbeitgebers oder zur Ausbildung mit Rückkehrabsicht unterbricht sie nicht.[2][7]
Deutschkenntnisse
Seit dem 1. Januar 2026 mündlich B2 und schriftlich A2 (vorher B1 und A2), nachgewiesen mit einem anerkannten Zertifikat nach der fide-Liste; ein telc-Ergebnisbogen mit bestandenem mündlichem Teil B2 genügt zusammen mit einem schriftlichen A2-Nachweis. Befreit sind Personen mit Deutsch als Muttersprache, mindestens 5 Jahren obligatorischer Schule auf Deutsch, einem Abschluss der Sekundarstufe II oder Tertiärstufe auf Deutsch sowie Kinder unter 12; in Härtefällen kann die Fachkommission Bürgerrecht dispensieren. Für Gesuche bis 31. Dezember 2025 galt noch B1 mündlich.[3][8][10][12]
Neubürgerkurs
Pflicht für alle ab 18 (bei Ehepaaren beide): mindestens 12 Stunden, in der Praxis 20 Lektionen an den Erwachsenenbildungszentren Solothurn-Grenchen oder Olten, CHF 400, Anmeldung über die Gemeinde nach Vorweisen des Sprachnachweises. Abschluss mit einer schriftlichen Prüfung in zwei Teilen (Basiswissen ohne Unterlagen, Detailwissen mit Unterlagen, zusammen höchstens 1,5 Stunden); bestanden ist die Note 4,0. Eine Wiederholung ohne neuen Kurs ist einmal möglich, danach ist der ganze Kurs zu wiederholen. Wer eine Lehre, Matura oder Kantonsschule in der Schweiz absolviert hat, kann beim Amt für Gemeinden die Dispensation beantragen.[1][2][4][5][7][12]
Integration und Leumund
Beachten der Rechtsordnung (VOSTRA ohne Eintrag), Erledigen der finanziellen Verpflichtungen ohne Schulden, Betreibungen, Verlustscheine oder unbezahlte Steuern, Kennen der Rechte und Pflichten, Vertrautheit mit den örtlichen Lebensgewohnheiten, Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung, positive Einstellung zu Demokratie und Gleichstellung sowie Förderung der Integration der Familie. Wer in den 3 Jahren vor dem Gesuch oder während des Verfahrens Sozialhilfe bezieht, kann grundsätzlich nicht eingebürgert werden, ausser sie ist vollständig zurückerstattet; Erstausbildung und andere wichtige Gründe werden im Einzelfall geprüft. Behinderung, Krankheit und andere gewichtige Umstände werden bei Sprache, Kenntnissen und Erwerb berücksichtigt.[2][7][13]
Gespräche
Das Oberamt lädt alle einbürgerungswilligen Personen zu einem persönlichen Gespräch ein und erstellt den Erhebungsbericht; die Bürgergemeinde führt ein Vorstellungsgespräch bei der Bürgerkanzlei und ein Gespräch mit der Einbürgerungskommission. Einen schriftlichen Wissenstest der Gemeinde kennt Solothurn nicht; geprüft wird das Wissen in der Neubürgerkursprüfung.[6][12][13]
Kinder und Jugendliche
Unmündige Kinder unter elterlicher Sorge werden in der Regel einbezogen, Jugendliche über 16 nur mit schriftlicher Zustimmung. Ab 16 ist mit Einwilligung der gesetzlichen Vertretung ein eigenes Gesuch möglich, aus wichtigen Gründen auch früher. Der Sprachnachweis gilt ab 12, der Neubürgerkurs ab 18. Wer die letzten 10 Jahre ununterbrochen in der Gemeinde gelebt, die Schulen grösstenteils in der Schweiz besucht und das Gesuch vor dem 22. Altersjahr gestellt hat, hat Anspruch auf das Gemeindebürgerrecht.[2][6][7]
Gebühren
Kanton: nach Gebührentarif CHF 200 bis 3000 pro Gesuch, in der Praxis rund 1500 bis 2500, in Rechnung gestellt nach der Bundesbewilligung. Gemeinde: kostendeckend nach Aufwand, laut Kanton 500 bis 3000; Bürgergemeinde Solothurn rund 1500 für Einzelpersonen, 1800 für Ehepaare, 2000 für Familien; Grenchen 2000 bis 3000 pro Gesuch mit Kostenvorschuss, Gesamtkosten dort 3000 bis 5500. Dazu der Neubürgerkurs (CHF 400 pro Person), Sprachnachweis und Dokumente sowie die Gebühr des Bundes. Die Anmeldung beim Kanton ist gratis.[2][9][11][12][13]
Dauer
Der Kanton rechnet ab Gesuchseinreichung mit rund 2 Jahren, sein Merkblatt mit 2 bis 2,5 Jahren, die Bürgergemeinden Solothurn und Grenchen mit 2 bis 3 Jahren. Neubürgerkurs und Sprachnachweis kommen vorher dazu; die Kurse waren 2025 bis Jahresende ausgebucht.[2][11][12][13]
Entscheid und Wirksamkeit
Die Bürgergemeinde sichert das Gemeindebürgerrecht zu; ihr Reglement bestimmt, ob die Gemeindeversammlung oder der Gemeinderat entscheidet. Die Stimmberechtigten erfahren Staatsangehörigkeit, Niederlassungsdauer und die Angaben zur Integration; Ablehnungen müssen sachlich begründet werden. Die Fachkommission Bürgerrecht (sieben Mitglieder ausserhalb der Verwaltung) beantragt, der Regierungsrat verleiht das Kantonsbürgerrecht nach der Bundesbewilligung; erst damit wird das Gemeindebürgerrecht erworben. Die Einwohnergemeinde nimmt Neubürgerinnen und Neubürger mit einem freiwilligen Gelöbnis auf und übergibt Bundes- und Kantonsverfassung.[6][7][8]
Rechtsmittel und Umzug
Entscheide der Bürger- oder Einheitsgemeinde können innert 10 Tagen beim Departement, dessen Entscheide innert 10 Tagen beim Verwaltungsgericht angefochten werden; Beschlüsse des Regierungsrats prüft das Verwaltungsgericht auf Rechtswidrigkeit und Willkür. Bis zur Zusicherung des Gemeindebürgerrechts musst du in der Gemeinde wohnen, danach ist ein Umzug innerhalb des Kantons möglich.[7][13]

Angaben geprüft am 5. September 2026.

So funktionieren Neubürgerkurs und Prüfung im Kanton Solothurn

Paragraf 15bis des Solothurner Bürgerrechtsgesetzes verlangt von ausländischen Bewerberinnen und Bewerbern als Voraussetzung für die Aufnahme ins Bürgerrecht den Besuch eines Neubürgerkurses von mindestens zwölf Stunden, der mit einer Lernkontrolle abgeschlossen wird. Vermittelt werden die in der Schweiz geltenden Grundwerte und Grundrechte, die demokratisch-rechtsstaatliche Ordnung sowie die wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Grundzüge der Schweiz, des Kantons und der Gemeinden. In der Praxis sind es 20 Lektionen an den Erwachsenenbildungszentren Solothurn-Grenchen oder Olten für CHF 400; der Kurs ist ab 18 Jahren obligatorisch, bei Ehepaaren für beide, und du kannst ihn schon besuchen, bevor die zehn Jahre in der Schweiz voll sind. Zugelassen wird, wer den Sprachnachweis vorweist: Die Gemeinde unterschreibt die Anmeldung nur gegen das Zertifikat.

Das Kurs- und Prüfungsreglement der Fachkommission Bürgerrecht, gültig ab 1. Januar 2026, legt die Lernziele fest: die Einbürgerungsvoraussetzungen kennen, sich anhand von Eckdaten ein Bild der Schweiz und des Kantons Solothurn machen, die Eigenarten der Demokratie kennen, eigenständig wählen und abstimmen können, das Sozialversicherungssystem in den wesentlichen Punkten verstehen, sich zu Fragen von Wirtschaft und Arbeit eine Meinung bilden und das Schulsystem des Kantons in den Grundzügen kennen. Zur Abschlussprüfung wird nur zugelassen, wer den ganzen Kurs besucht hat; unentschuldigte Absenzen lassen den Kurs als nicht bestanden gelten. Die Prüfung besteht aus zwei schriftlichen Einzelprüfungen, Basiswissen ohne Unterlagen und Detailwissen mit Unterlagen, zusammen höchstens 1,5 Stunden. Jeder Teil wird nach einem linearen Punktesystem benotet, das Gesamtergebnis ist das Mittel der beiden Noten, und bestanden ist die Prüfung mit 4,0. Wer durchfällt, darf sie einmal am Termin eines folgenden Kurses gegen Gebühr wiederholen; scheitert auch das, ist der ganze Kurs zu wiederholen. Der Kursausweis geht an dich und in Kopie an die Bürgergemeinde.

Vom Kurs dispensieren kann das Amt für Gemeinden, wer die Kenntnisse anders nachweist: mit einem Lehrvertrag, einem Fähigkeitszeugnis mit Notenausweis, einem Maturitätszeugnis oder einem Zeugnis der Kantonsschule, also wer staatsbürgerlichen Unterricht in einer drei- oder vierjährigen Berufsausbildung oder an der Mittelschule hatte. Die Prüfung ersetzt aber nicht die Gespräche: Das Oberamt lädt dich zum Einbürgerungsgespräch ein und schreibt den Erhebungsbericht, und die Bürgergemeinde prüft dich im Vorstellungsgespräch auf der Bürgerkanzlei und später vor der Einbürgerungskommission. Vorher brauchst du den Sprachnachweis: seit 2026 B2 mündlich und A2 schriftlich; die Bürgergemeinde Solothurn erklärt, dass ein fide- oder telc-Nachweis A2 plus der bestandene mündliche Teil einer telc-B2-Prüfung genügt, auch wenn das B2-Zertifikat selbst nicht ausgestellt wird.

Unsere 49 Fragen zum Kanton Solothurn decken den Kantons- und Gemeindeteil des Kurses ab: den Beitritt von 1481 als elfter Ort, die Stadt der Elf und den französischen Ambassador, die Aare und den Weissenstein, Olten als Bahnknoten und Grenchen als Uhrenstadt, den Kantonsrat mit 100 und den Regierungsrat mit 5 Mitgliedern, die Solothurner Filmtage. Vier Beispiele siehst du unten; die Bundeslektionen zu Föderalismus, direkter Demokratie, Rechten und Pflichten, Sozialversicherungen und Geschichte entsprechen den Lernzielen des Reglements.

Die ordentliche Einbürgerung im Kanton Solothurn in sieben Schritten

Das Verfahren beginnt bei der Bürger- oder Einheitsgemeinde deines Wohnorts und endet beim Regierungsrat; der Kanton zählt in seinem Aktenablauf 15 Stationen, wir fassen sie zu sieben Schritten zusammen. Auskunft gibt das Amt für Gemeinden, Zivilstand und Bürgerrecht, Kapuzinerstrasse 9, Postfach 157, 4502 Solothurn, Telefon 032 627 27 38, buergerrecht@vd.so.ch, Montag bis Freitag 08:30 bis 11:30 und 14:00 bis 17:00 Uhr. Mit dem Online-Service «Einbürgerung beantragen» prüfst du gratis die Grundvoraussetzungen (Ausweis C, 16 Jahre, Wohnsitz im Kanton); bei positivem Ergebnis wird dein Interesse an die Gemeinde weitergeleitet.

  1. 1

    Kontakt mit der Gemeinde und Sprachnachweis

    Nimm mit der Bürger- oder Einheitsgemeinde deines Wohnorts Kontakt auf; in Solothurn vereinbarst du telefonisch ein Vorstellungsgespräch auf der Bürgerkanzlei, in Grenchen ein unverbindliches Erstgespräch. Dort erhältst du die Gesuchsunterlagen und die Anmeldung für den Neubürgerkurs, aber nur gegen Vorweisen von Ausweis C und Sprachnachweis: seit dem 1. Januar 2026 Deutsch B2 mündlich und A2 schriftlich mit einem Zertifikat aus der fide-Liste, sofern du nicht befreit bist.

  2. 2

    Neubürgerkurs und Prüfung

    Die Gemeinde meldet dich am Erwachsenenbildungszentrum Solothurn-Grenchen oder Olten an. Der Kurs umfasst 20 Lektionen, kostet CHF 400 (vor Kursbeginn ans Berufsbildungszentrum zu zahlen) und endet mit der zweiteiligen schriftlichen Prüfung, die mit der Note 4,0 bestanden ist. Wer eine Lehre, Matura oder Kantonsschule in der Schweiz absolviert hat, beantragt stattdessen beim Amt für Gemeinden die Dispensation. Ohne Kursausweis oder Dispensationsverfügung kann das Gesuch nicht eingereicht werden.

  3. 3

    Vorregistrierung und Gesuch

    Liegen Sprachnachweis und Kursausweis vor, lässt du beim Zivilstandsamt deinen Personenstand vorregistrieren. Erst danach beschaffst du die übrigen Unterlagen: Zivilstandsdokumente (nicht älter als sechs Monate), Wohnsitzbescheinigung, Straf- und Betreibungsregisterauszug (nicht älter als zwei Monate), Bescheinigungen früherer Niederlassungen im Kanton, Ausweise über Einkommen und Vermögen, Lebenslauf, Arbeits- oder Ausbildungsbestätigung und Kopie des Ausländerausweises. Das vollständige Gesuch reichst du bei der Gemeinde ein, die den Eingang innert 30 Tagen dem Amt für Gemeinden meldet.

  4. 4

    Gespräch beim Oberamt und erste Vorprüfung

    Die Gemeinde prüft die Unterlagen und leitet das Gesuch an das Oberamt weiter, das dich und alle einbürgerungswilligen Personen zu einem persönlichen Gespräch einlädt und den Erhebungsbericht erstellt. Danach gehen die Akten zur ersten Vorprüfung an das Amt für Gemeinden, das Vollständigkeit und gesetzliche Voraussetzungen prüft und sie mit seiner Empfehlung an die Gemeinde zurückschickt.

  5. 5

    Einbürgerungskommission und Zusicherung der Bürgergemeinde

    Die Einbürgerungskommission der Bürgergemeinde führt ein Gespräch mit dir, dann entscheidet das im Reglement bezeichnete Organ, die Gemeindeversammlung oder der Gemeinderat, über die Zusicherung des Gemeindebürgerrechts; in der Stadt Solothurn genehmigen Bürgerrat und Bürgergemeindeversammlung. Die Stimmberechtigten erfahren Staatsangehörigkeit, Niederlassungsdauer und die zur Beurteilung nötigen Angaben; eine Ablehnung ist sachlich zu begründen. Mit der Zusicherung stellt die Gemeinde ihre Gebühr in Rechnung, und nach Rechtskraft und Zahlung gehen die Akten an den Kanton.

  6. 6

    Fachkommission Bürgerrecht und Bundesbewilligung

    Das Amt für Gemeinden prüft in einer zweiten Vorprüfung, ob die Voraussetzungen noch erfüllt sind, und stellt Bericht und Antrag an die Fachkommission Bürgerrecht, die das kantonale Bürgerrecht provisorisch zusichert. Dann beantragt das Amt beim Staatssekretariat für Migration die eidgenössische Einbürgerungsbewilligung. Liegt sie vor, stellt das Amt die kantonale Gebühr in Rechnung und prüft den strafrechtlichen Leumund und die Teilnahme am Wirtschaftsleben erneut.

  7. 7

    Regierungsrat, Eintrag und Urkunde

    Der Regierungsrat verleiht auf Antrag der Fachkommission das Kantonsbürgerrecht; erst damit erwirbst du auch das Gemeindebürgerrecht. Der Beschluss geht an dich und die Gemeinde, das Amt verfügt den Eintrag ins schweizerische Zivilstandsregister, und die Bürgergemeinde übergibt dir die Einbürgerungsurkunde, in Grenchen an der Bürgergemeindeversammlung. Die Einwohnergemeinde nimmt dich mit einem freiwilligen Gelöbnis als Stimmberechtigte oder Stimmberechtigten auf und überreicht Bundes- und Kantonsverfassung.

Vier Beispielfragen aus unseren Solothurn-Lektionen

So sehen die Übungsfragen in unseren Lektionen aus. Die richtige Antwort ist markiert, die Erklärung liefert den Hintergrund.

Wann trat Solothurn der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei?

  • 1291
  • 1815
  • 1648
  • 1481Richtige Antwort

Solothurn trat der Schweizerischen Eidgenossenschaft 1481 zusammen mit Freiburg bei. In der offiziellen Reihenfolge der Kantone ist Solothurn die Nummer 11—eine Zahl, die zum Wahrzeichen der Stadt wurde.

Welcher Fluss fliesst durch den Kanton Solothurn?

  • Reuss
  • AareRichtige Antwort
  • Rhein
  • Rhône

Die Aare fliesst von West nach Ost am Jurasüdfuss durch den Kanton Solothurn, vorbei an der Kantonshauptstadt und an Olten, auf ihrem Weg zum Rhein.

Wie viele Mitglieder hat der Solothurner Regierungsrat?

  • 7 Mitglieder
  • 9 Mitglieder
  • 5 MitgliederRichtige Antwort
  • 11 Mitglieder

Der Solothurner Regierungsrat hat 5 Mitglieder. Schweizer Kantonsregierungen zählen entweder fünf oder sieben Mitglieder; Solothurn ist einer der vierzehn Kantone mit fünf, gewählt in einer Majorzwahl auf vier Jahre.

Wie viele Mitglieder hat das Solothurner Kantonsparlament?

  • 150 Mitglieder
  • 50 Mitglieder
  • 200 Mitglieder
  • 100 MitgliederRichtige Antwort

Das Solothurner Kantonsparlament (Kantonsrat) hat 100 Mitglieder, die alle 4 Jahre durch Proporzwahl gewählt werden.

Lektionen

Häufige Fragen zum Einbürgerungstest im Kanton Solothurn

Gibt es im Kanton Solothurn einen Einbürgerungstest?
Keinen Test der Gemeinde, aber eine Prüfung: Alle ab 18 müssen vor dem Gesuch den Neubürgerkurs von 20 Lektionen am Erwachsenenbildungszentrum Solothurn-Grenchen oder Olten besuchen und die zweiteilige schriftliche Abschlussprüfung bestehen (Note 4,0). Dazu kommen das Gespräch beim Oberamt, das Vorstellungsgespräch auf der Bürgerkanzlei und das Gespräch mit der Einbürgerungskommission. Wer eine Lehre, Matura oder Kantonsschule in der Schweiz gemacht hat, kann vom Kurs dispensiert werden.
Wie läuft die Prüfung des Neubürgerkurses ab, und was passiert bei Nichtbestehen?
Zwei schriftliche Einzelprüfungen, Basiswissen ohne Unterlagen und Detailwissen mit Unterlagen, zusammen höchstens 1,5 Stunden; jeder Teil wird linear nach Punkten benotet, das Mittel der beiden Noten muss mindestens 4,0 betragen. Zugelassen ist nur, wer den ganzen Kurs besucht hat. Wer durchfällt, darf einmal ohne neuen Kursbesuch am Termin eines folgenden Kurses wiederholen, gegen Gebühr; scheitert auch das, ist der ganze Kurs zu wiederholen. Fernbleiben ohne Entschuldigung gilt als nicht bestanden, Täuschung führt zum Ausschluss und einer Wartefrist von drei Monaten.
Welche Deutschkenntnisse verlangt Solothurn?
Seit dem 1. Januar 2026 B2 mündlich und A2 schriftlich; bis Ende 2025 reichten B1 und A2, und für bis dann eingereichte Gesuche gilt das alte Niveau. Anerkannt sind nur Zertifikate aus der fide-Liste; die Bürgergemeinde Solothurn akzeptiert einen fide- oder telc-Nachweis A2 zusammen mit dem bestandenen mündlichen Teil einer telc-B2-Prüfung. Befreit sind Personen mit Deutsch als Muttersprache, fünf Jahren obligatorischer Schule auf Deutsch, einem Abschluss der Sekundarstufe II oder Tertiärstufe auf Deutsch und Kinder unter 12; in Härtefällen kann die Fachkommission dispensieren.
Wie lange muss ich in Solothurn wohnen?
Zehn Jahre in der Schweiz, davon drei in den letzten fünf, mit doppelter Anrechnung der Jahre zwischen 8 und 18 und mindestens sechs tatsächlichen Jahren. Dazu vier Jahre Niederlassung im Kanton Solothurn, davon zwei unmittelbar vor dem Gesuch, und zwei Jahre in der Gemeinde. Ehegatten müssen die Fristen beide erfüllen; nur eingetragene Partnerinnen und Partner von Schweizerinnen und Schweizern brauchen zwei Jahre im Kanton nach drei Jahren Partnerschaft. Den Neubürgerkurs kannst du schon vorher besuchen.
Was kostet die Einbürgerung in Solothurn?
Der Kanton verlangt nach Gebührentarif CHF 200 bis 3000 pro Gesuch, in der Praxis rund 1500 bis 2500, fällig nach der Bundesbewilligung. Die Gemeinde verrechnet ihren Aufwand nach der Zusicherung, laut Kanton 500 bis 3000: in der Stadt Solothurn rund 1500 für Einzelpersonen, 1800 für Ehepaare und 2000 für Familien, in Grenchen 2000 bis 3000 mit Kostenvorschuss und Gesamtkosten von 3000 bis 5500 pro Gesuch. Dazu kommen der Neubürgerkurs mit CHF 400 pro Person, der Sprachnachweis, die Dokumente und die Gebühr des Bundes. Die Online-Anmeldung beim Kanton ist gratis.
Wie lange dauert die Einbürgerung in Solothurn?
Ab Gesuchseinreichung rechnet der Kanton mit rund zwei Jahren, sein Merkblatt mit zwei bis zweieinhalb, die Bürgergemeinden Solothurn und Grenchen mit zwei bis drei Jahren. Davor liegen Sprachnachweis, Neubürgerkurs und Vorregistrierung; die Kurse waren 2025 bis Jahresende ausgebucht, ein früher Start lohnt sich also.
Wer entscheidet über mein Gesuch?
Drei Stellen: Die Bürgergemeinde sichert das Gemeindebürgerrecht zu, durch die Gemeindeversammlung oder den Gemeinderat je nach Reglement; die Fachkommission Bürgerrecht, sieben Mitglieder ausserhalb der Verwaltung, prüft das Gesuch und stellt dem Regierungsrat Antrag; der Bund erteilt die Einbürgerungsbewilligung; der Regierungsrat verleiht das Kantonsbürgerrecht. Ablehnungen sind zu begründen, Gemeindeentscheide können innert 10 Tagen beim Departement, dessen Entscheide beim Verwaltungsgericht angefochten werden.
Was gilt für Kinder, Jugendliche und einen Umzug?
Kinder unter elterlicher Sorge werden in der Regel einbezogen, über 16 nur mit schriftlicher Zustimmung; ab 16 ist mit Einwilligung der Eltern ein eigenes Gesuch möglich. Der Sprachnachweis gilt ab 12, der Neubürgerkurs ab 18. Wer die letzten zehn Jahre ununterbrochen in der Gemeinde gelebt, die Schulen grösstenteils in der Schweiz besucht und vor dem 22. Altersjahr eingereicht hat, hat Anspruch auf das Gemeindebürgerrecht. Bis zur Zusicherung musst du in der Gemeinde wohnen bleiben, danach kannst du innerhalb des Kantons umziehen.

Quellen

  1. Kanton Solothurn, Amt für Gemeinden: Bürgerrecht (Übersicht, Sprachnachweis, Neubürgerkurse, Kontakt und Öffnungszeiten)
  2. Amt für Gemeinden: Informationen zur ordentlichen Einbürgerung von ausländischen Staatsangehörigen, Stand 1. Januar 2026 (PDF)
  3. Amt für Gemeinden: Sprachnachweis ab 01.01.2026 (Niveaus, Befreiungen, anerkannte Zertifikate)
  4. Amt für Gemeinden: Neubürgerkurse (Pflicht, Dispensation, Anmeldung)
  5. Fachkommission Bürgerrecht: Kurs- und Prüfungsreglement zu den Neubürgerkursen, gültig ab 1. Januar 2026 (PDF)
  6. Amt für Gemeinden: Verfahrens- und Aktenablauf bei ordentlichen Einbürgerungen, Ausgabe Januar 2026 (PDF)
  7. Gesetz über das Kantons- und Gemeindebürgerrecht (Bürgerrechtsgesetz, BGS 112.11), Stand 1. Januar 2024, §§ 5, 7, 8, 14 bis 22 und 28bis bis 28quinquies
  8. Vollzugsverordnung zum Gesetz über das Kantons- und Gemeindebürgerrecht (Bürgerrechtsverordnung, BGS 112.12), Stand 1. Januar 2026, §§ 1, 2, 5, 5bis und 5ter
  9. Gebührentarif des Kantons Solothurn (BGS 615.11), § 35 Bürgerrecht und Zivilstand
  10. Staatskanzlei Solothurn, Medienmitteilung vom 4. März 2025: Einbürgerung, Erhöhung der Anforderungen für Deutschkenntnisse
  11. Kanton Solothurn, Service «Einbürgerung beantragen» (Online-Anmeldung, Voraussetzungen, Dauer)
  12. Bürgergemeinde Solothurn: Informationen zur Einbürgerung von ausländischen Staatsangehörigen, Juni 2026 (Gebühren, Ablauf, Sprachnachweis, Neubürgerkurs; PDF)
  13. Bürgergemeinde Grenchen: Einbürgerung (Voraussetzungen, Ablauf in sieben Schritten, Kosten, häufige Fragen)
  14. Verfassung des Kantons Solothurn (BGS 111.1), Kantonsrat mit 100 und Regierungsrat mit 5 Mitgliedern
  15. Bundesgesetz über das Schweizer Bürgerrecht (BüG, SR 141.0), Art. 9, 12 und 35
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Ablauf, Themen und Vorbereitung für Solothurn: unser ausführlicher Leitfaden geht über diese Übersicht hinaus.

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